Ebru - Malen auf dem wasser -

Impressionen zur Ausstellungseröffnung:
(Cornelia Jung, SZ-Mitarbeiterin, Ausgabe 14.10.2014)

St. Ingbert. Derzeit lädt die Stadtbibliothek St. Ingbert nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Schauen ein. Denn erstmals stellen hier elf Künstlerinnen ihre Werke aus, die man in noch keiner Ausstellung der Region gesehen hat. 150 Gäste waren anwesendDie Rede ist von Ebru, einer Kunstform, die der traditionellen osmanischen Malkunst entlehnt ist. Was man den farbenfrohen 47 Bildern in Marmoriertechnik nicht ansieht, ist ihre faszinierende Form der Entstehung. Die Farben werden auf dem Wasser aufgebracht und schwimmen wie ein Film auf ihm. Mit Kämmen und anderen Hilfsmitteln werden Muster und Farbverläufe komponiert, die durch das Auflegen von Papier aufs Farb-Wasser und der Art und Weise, wie das Papier durch das Wasser gezogen und ihm entnommen wird, Oberbürgermeister Hans-Wagner beim Grußwortnoch einen letzten Feinschliff bekommen. Jedes Bild ist ein Unikat. Oberbürgermeister Hans Wagner eröffnete am Freitag die Schau mit Kunstwerken, deren Herstellung ihm nicht geläufig war. Kundiger war da schon Uschi Macher vom Kultusministerium, die sich in Vorbereitung dieses Termins, wie viele andere der mehr als 100 Vernissage-Besucher übrigens auch, im Internet informiert hatte.

„Die Bilder sind von atemberaubender Schönheit und meditativer Kraft“, so Macher, Ursula Macher in Vertretung für den Minister für Kultur und Bildung„durch die Künstler beginnen die Farben zu leben.“ Sie ist im Ministerium für internationale Kulturarbeit zuständig und war, obwohl sie „nur“ in Vertretung des Schirmherrn Kultusminister Ulrich Commerçon kam, für die Ausstellungseröffnung sicher die erste Wahl. Geht es doch Ebru ist für die Teilnehmerinnen der Kurse von Gülhan Efkar zum einen der Ausdruck ihrer Kreativität im Umgang mit mit Wasser und Farbe. Zum anderen sehen sie darin eine Chance des Zusammentreffens. Junge EbrukünstlerinnenIhre Arbeiten hängen in der Stadtbibliothek. nicht nur um die Kunst, sondern vor allem darum, dass in den Kursen, die Gülhan Efkar leitet, Brücken zwischen den Kulturen geschlagen werden. Frauen unterschiedlicher Herkunft finden hier zusammen, lernen sich kennen und schätzen. „Diese Kunst könnte ein Sinnbild für das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen sein. Nichts wird verdrängt, alles verschwimmt miteinander und ergibt am Ende ein wunderbares Zusammenspiel“, so Uschi Macher zu den Assoziationen, die das „Malen auf dem Wasser“ bei ihr hervorrief.

Heidrun Möller, Kreisvorsitzende der AWO im Saarpfalz-KreisHeidrun Möller, Kreisvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, ist stolz darauf, „dass es uns gelungen ist, so etwas auf die Beine zu stellen“. Mit der Unterstützung des Ortsvereins St. Ingbert, der Awo und der Stadt habe man günstige Rahmenbedingungen für die Ebru-Kurse gehabt. Auch für die Bewohner des Seniorenzentrums Fidelishaus sei der dort stattfindende Kurs eine tolle Sache gewesen.Laudatorin Marika Flierl „Die Bewohner fühlten sich davon so angesprochen, dass immer zum Anschauen vorbei kamen“, so Möller. Dieser exotisch anmutende Kurs, der für manche türkische Teilnehmerin vielleicht auch ein Kurs gegen Heimweh sei, wie Heidrun Möller sagte, ist keine Eintagsfliege, sondern geht in den nächsten Tagen in die vierte Runde. Den Frauen, die nun ausstellen, verlieh Gülhan Efkar Rahmen der Vernissage eine Teilnahme-Urkunde. Und damit sind sie nicht nur

Laudatorin Marika Flierl Botschafterinnen einer Kultur, wie Laudatorin Marika Flierl sagte, sondern sie bekamen auch ihren „Gesellenbrief“ für eine Kunst, die zum besseren Verstehen beitragen kann. . Die Ebru-Ausstellung in der Stadtbücherei St. Ingbert in der Kaiserstraße 71 hat bis zum 31. Oktober geöffnet. Sie kann montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und freitags von 10 bis 13 Uhr besucht werden.
(Cornelia Jung, SZ-Mitarbeiterin, Ausgabe 14.10.2014)

Die CafeStube St. IngbertAuch der gesellige Teil ließ nichts zu wünschen übrig. Die Caféstube Rasim Akkaya, Rechtsanwalt und Vorsitzender des Dachverbandes der Muslime im Saarland DITIBversorgte die Gäste mit leckeren türkischen Spezialitäten und Erfrischungsgetränken. Musikalisch wurde die Vernissage von der bekannten Sängerin Yesim Erdogan umrahmt. Sie begeisterte das Publikum mit ihrer gewalten Stimme und bekanten internationalen Stücken.

Die Vorankündigung der Veranstaltung

St. Ingbert.
Am Freitag, den 10. Oktober 2014 wird um 18:00 Uhr eine außergewöhnlichen Ausstellung in der Stadtbücherei St. Ingbert eröffnet.

Heidrun Möller, Vorsitzende des AWO Keisverbandes HomburSelten habe ich solche Beispiele für gelungene Integration gesehen wie in den vier Kursen, die die EBRU-Künstlerin Gülhan Efkar bisher durchgeführt hat. Es macht Freude, die Kursteilnehmerinnen mit und ohne Migrationshintergrund gemeinsam in Aktion zu erleben und bei der Entstehung der Kunstwerke dabei zu sein. "Leuchtende Strukturen" ist ein treffender Titel für die Ausstellung, die bisher nach innen auf die Künstlerinnen ausstrahlte, aber ab dem 10.10. auch nach außen leuchtet.

[Heidrun Möller, Vorsitzende des Kreisverbandes Homburg der Arbeiterwohlfahrt Saar]

In Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Landesverband Saar, Ortsverein St. Ingbert, und der Biosphären-VHS St. Ingbert findet zum ersten Mal eine Ebru-Kunst-Ausstellung statt. Im Gegensatz zur Öl- oder Acrylmalerei handelt es sich um farbenfrohe Bilder aus der traditionellen osmanischen Malkunst. Die feierliche Vernissage beginnt am 10. Oktober um 18:00 Uhr im Foyer der Stadtbibliothek.

Sängerin Yesim Erdogan, bekannt aus Rundfunk und FernsehenSie wird musikalisch umrahmt von der bekannten Sängerin Yesim Erdogan. Ebenso erwarten die Besucher kleine kulinarische Köstlichkeiten aus der Hand der St. Ingberter Caféstube mit Coskun Karakus. Der Eintritt ist frei. Schirmherr dieser Veranstaltung ist Minister Ulrich Commerçon vom Ministerium für Bildung und Kultur im Saarland. Oberbürgermeister Hans Wagner wird die Ausstellung zusammen mit Heidrun Möller, der Kreisvorsitzenden der AWO Homburg, eröffnen. Laudatorin ist Marika Flierl.

St. Ingberter Ebru-GruippeZu sehen sind kleine Meisterwerke, auf welche die ausstellenden Teilnehmerinnen aus St. Ingbert sehr stolz sind. Unter der Leitung der aus dem türkischen Adana stammenden Ebru-Künstlerin Gülhan Efkar konnten die ausstellenden Künstlerinnen ihre Maltechnik deutlich perfektionieren. Diese fernöstliche Marmorier-Technik hält bereits seit geraumer Zeit Einzug in den Westen Europas. Die Künstlerinnen stammen alle aus St. Ingbert und der näheren Umgebung.

Ausstellerinnen dieser Veranstaltung sind die Kursleiterin Gülhan Efkar, Walfriede Baas, Melise Engin, Heidrun Lang, Hasibe Siper, Dorothee Burri, Zeliha Degirmen, Elvi Kalmes, Seda Degirmen, Marina Schuh und Kübra Yemisen.


Die Arbeiterwohlfahrt hat für die Ebru-Malkurse im St. Ingberter Fidelis-Haus in der Karl-August-Woll-Straße 40 eigens einen Raum zur Verfügung gestellt. Dort können interessierte Menschen aller Generationen und Nationen diese Maltechnik erlernen.

[St. Ingberter Ebru-Malgruppe]

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